Über Dinge, die dich selbst angehen, musst du andere fragen.

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Blog: Reise in die Vergangenheit: Hiroshima Peace Memorial

Heute hatten wir die Gelegenheit den Peace Memorial Park in Hiroshima zu besuchen. Dazu mussten wir früher als gewöhnlich aufstehen, um genug früh anzukommen. So mussten wir bereits vor 6:00 Uhr morgens auf den  Beinen stehen, bereit zum Abmarsch auf den Parkplatz.

Nach der mehrstündigen Fahrt, auf der sich alle nochmal zum Schlafen gelegt haben, kamen wir in Hiroshima im Peace Memorial Park an. Doch wir waren bei Weitem nicht die einzigen. Vom Jamboree war der ganze Western-Hub auf dem Weg zum Eingang des internationalen Kongresszenters.

Nach den freundlichen Begrüssungen von den Japanern durften wir mit den verschiedenen Workshops beginnen. Insgesamt wurden drei verschiedene Workshops angeboten. Es gab Kalligraphie, Origami falten und eine Art Vorlesung zum Atombombenabwurf in Hiroshima.

Beim Kalligraphie-Posten hatten wir die Gelegenheit die japanischen Schriftzeichen für das Jamboree-Motto (Wa, a Spirit of Unitiy), Hoffnung oder Frieden zu lernen. Dieses Zeichen durften wir dann auf einen Fächer schreiben und mitnehmen.

Die gefalteten Kraniche beim Origami-Posten wurden für einen guten Zweck gesammelt. Diese werden dann für das 70 jährige Jubiläum gespendet. Wenn man sich in Erinnerung ruft, dass es ungefähr 39‘000 Pfadfinder hat, welche je einen Kranich falten, so erkennt man, wie gross die Spende sein wird. Dadurch wird wieder einmal deutlich, wie viel eine jüngere Generation ausmachen kann, wenn sie ein gemeinsames Ziel haben.

Die Vorlesung, welche noch vor dem Mittag stattfand, beinhaltete einen kurzen Film zur Erläuterung der Umstände des Bombenabwurfs. Bereits da wurde der Hörsaal, der mit Pfadern aus der ganzen Welt gefüllt war, sehr still. Die Lesungen aus den Memoiren einer Überlebenden und von Gedichten von einigen Kindern berührten uns sehr. Es war unglaublich, denn die Gedichte stammten von Kindern, die beim Unglück zum Teil noch sehr jung waren. Trotzdem vermittelten sie uns ein Bild von all dem Leiden, welches die Bewohner von Hiroshima erleben mussten.

Einige Pfadfinder konnten sich anschliessend im Hörsaal zum Thema Atombombe und Hiroshima äussern. Es war ein tiefgehendes Ereignis für uns alle. Denn viele kannten die Geschichte um Hiroshima bereits, jedoch hatten sie sie nie so genau angeschaut. Nicht mit all den Folgen, welche die Stadt zum Teil noch bis heute prägt. Uns alle hat es stark berührt, dass alle Pfadfinder, egal welcher Herkunft, der gleichen Meinung sind: So etwas darf nie mehr geschehen. Dabei wurde das Motto des Jamborees begründet: A Spirit of Unity.

Am Nachmittag hatten wir noch Zeit um die Insel genauer zu betrachten. Wir besuchten das Denkmal, welches an alle Opfer erinnern soll und auch den Dom, welcher im Zustand nach dem Bombeneinschlag gelassen worden war. Ausserdem gab es auch die Möglichkeit das Museum zu besuchen, doch leider reichte dafür die Zeit nicht aus.

Auf der Heimreise waren wir froh, dass wir die Gelegenheit hatten uns noch einmal auszuruhen und die Erlebnisse zu verarbeiten.

Fiona Kilchör / Calypo vom Trupp Süügoofe