Chuck Norris kennt die Wahrheit, noch bevor Du gelogen hast.

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Blog: Community-Day

Wir standen sehr früh auf und waren dementsprechend müde. Ohne zu wissen, was wir an besagtem „Community-Day“ erleben werden, machten wir uns topmotiviert auf den Weg zum Car.

Als wir in Waki ankamen und alle im Car noch fertig ausgeschlafen hatten, wurden wir zur Eröffnungsfeier in die Waki High School geführt. Dort hielten der Bürgermeister und der Schulleiter eine Rede, die im Anschluss von einer aus unterschiedlich alten Schülern bestehenden Trommelgruppe noch übertroffen wurde. Nun endgültig wach, fuhren wir nochmals ein kleines Stück den Berg hinauf.

Dort angekommen durften wir alle die kulinarische Spezialität von Waki probieren: Beeren-Soft Ice. Es hat uns sehr gut geschmeckt und voller Tatendrang machten wir uns auf zur Rodelbahn. Sie war etwas anders, als wir es erwarteten, denn wir rutschten auf viel zu kleinen Teppichen, weswegen einige sogar in der Rutschbahn stecken blieben. Wir nahmen es jedoch mit Humor und lachten lange darüber. Mittlerweile hatten wir jedoch Hunger und waren froh, als wir wieder zur Schule zurückfahren und dort unseren Lunch geniessen konnten.

Dann wurde uns mit Hilfe eines Spiels vor Augen geführt, was man mit Abfall alles anstellen kann und warum es sinnvoll ist, die Deckel beim Entsorgen von den PET-Flaschen weg zu schrauben. Aus vielen verschiedenfarbigen Deckeln konstruierten wir alle zusammen ein riesiges buntes Bild der Waki High School und diskutierten dabei mit Schweden und Japanern über Haustiere und Musik.

Später wurde uns noch die ganze Schule gezeigt, sodass uns allen klar wurde, dass sich die japanischen Schulen gar nicht so sehr von den unseren unterscheiden. Zum Beispiel haben auch sie hochmoderne Techniken wie White- oder Smartboards und sind uns weit überlegen wenn es um das Gestalten der Räume geht. Allerdings haben viele von den Schülern Probleme damit, die englischen Wörter korrekt auszusprechen, was am Ende doch noch zu einigen Verständnisschwierigkeiten führte. Dies wurde jedoch sogleich wieder Wett gemacht von den Geschenken, die sie uns zum Abschluss überreichten: eine handgefertigte, kleine Tasse und ein Foto von uns allen beim Arbeiten am Flaschendeckelbild.

Beim Verlassen der Schule bildeten die Schüler eine Allee für uns und lächelten und winkten und klatschten. Es ist immer wieder erstaunlich, wie freundlich, offen und herzlich die Japaner sind. Sie können einem an einem einzigen Nachmittag das Gefühl geben, wichtig zu sein.

 

Lisa Schiegg/Suona vom Trupp 15